Deutschlands Stromexporte ins Ausland sind so hoch wie nie zuvor

Dies berichtet die Badische Zeitung in ihrer Ausgabe vom 08. Januar 2013

Bedingt durch den starken Ausbau der erneuerbaren Energien hat Deutschland in 2012 so viel Strom ins Ausland exportiert wie noch niemals zuvor geschehen.  Dies hat die Auswertung der Daten der Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen ergeben.

Der Überschuss lag trotz Stillegung von acht Atomkraftwerken bei 23 Milliarden Kilowattstunden. Einen bisherigen Spitzenwert hat es im Jahr 2008 mit 22,4 Milliarden Kilowattstunden gegeben. Die Höhe des Exportüberschusses entspricht rund einem Viertel des erzeugten Atomstromes in Deutschland und damit der Jahresmenge des erzeugten Stromes von zwei großen Atomkraftwerken.

So ist es nahezu ein Hohn, wenn RWE für März 2013 eine Strompreiserhöhung von rund 10 Prozent ankündigt.

Begründet wird die Teuerung mit gestiegenen Steuern und Abgaben und gestiegenen Netzentgelten. In der Grundversorgung steigt für die Stromkunden der Preis pro Kilowattstunde von 26,18 Cent auf 28,98 Cent. Der monatliche Grundpreis erhöht sich von 7,74 € auf 8,33 €. Dadurch beträgt die jährliche Mehrbelastung für einen Haushalt mit einem Verbrauch von 4000 Kilowattstunden stolze 119,- €.

Der Gedankenvorstoß von Wirtschaftsminister Philip Rösler, Produzenten von erneuerbaren Energien mit höheren Abgaben und Steuern zu belasten, mutet dabei an wie ein Schauermärchen.

 

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